Holzpellets – Heizen mit Verstand

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Holzreste aus Säge- und Hobelwerken sind eigentlich nur Abfälle, wenn es da nicht die Möglichkeit gäbe, sie sinnvoll weiterzuverarbeiten.

Holzpellets daraus herzustellen ist eine verbreitete Art, Säge- und Hobelspäne zweckmäßig zu nutzen. In geringeren Mengen werden auch Waldresthölzer, Baumrinde oder chemisch nicht behandeltes Brauchholz zu Pellets verarbeitet.

Richtiges Stammholz wird, zumindest in Deutschland, kaum für die Herstellung von Holzpellets verwendet, so dass die Pellets tatsächlich reine Abfallprodukte sind.

Was genau sind Holzpellets?

Die Presslinge sehen aus, wie kleine Stäbchen und haben einen Durchmesser von etwa 6 bis 25 mm. Die Länge des einzelnen Pellets kann von circa 3 bis 50 mm variieren. Je nach Dicke und Länge werden sie in verschiedene Größenklassen eingeteilt, die wiederum den Einsatzbereich der Pellets vorgeben.

In einer Hammermühle werden die Holzabfälle zunächst stark zerkleinert und anschließend getrocknet. Es wird darauf geachtet, dass nur ausgetrocknetes Holz verwendet wird, um den Energieaufwand bei der Herstellung gering zu halten.

In ihre typische zylindrische Form werden die Holzschnipsel in sogenannten Pelletpressen, die auch Pelletieranlagen genannt werden, gebracht. Mit hohem Druck wird das zerkleinerte, getrocknete Holz durch Stahlmatrizen gepresst.

katzenstreu-holzpellets-biomasaHierbei entsteht Wärme, die die im Holz enthaltenen Stoffe Lignin und Harz mit der Restfeuchte zusammen zum „Natur-“Kleber mutieren lässt, der die Pellets in Form hält. Bei manchen Holzarten ist das Zufügen von weiteren Bindemitteln in geringen Anteilen notwendig, um die Festigkeit der Pellets zu gewährleisten. Da aber nur Bindemittel natürlichen Ursprungs, wie Melasse oder Stärke, verwendet werden dürfen, ist und bleibt das Holzpellet ein Naturprodukt erster Klasse.

Nachdem die Masse durch die Stahlmatrizen gepresst wurde, schneiden Abstreifmesser die kleinen Würste, die aus der Presse kommen, einfach in der jeweils gewünschten Länge ab. Und fertig ist das Holzpellet.

Wofür werden Holzpellets verwendet?

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Die größeren Pellets werden hauptsächlich in industriellen Kraftwerken und Großfeueranlagen genutzt. Für Privathaushalte, die Holzpellets zu Heizzwecken verwenden, sind die Stäbchen zwischen 5 und 10 mm Durchmesser und Längen zwischen 10 und 30 mm in der Regel die richtige Wahl. Noch kleinere Pellets sind wegen ihrer hohen saug- und geruchsbindenden Fähigkeit inzwischen sogar als Einstreu bei Haustieren beliebt.

Hauptverwendungszweck im Privatbereich ist allerdings nach wie vor die Verfeuerung in kleineren Heizanlagen, die entweder an eine Zentralheizung angeschlossen sind oder auch als Einzelkaminöfen nur einen Raum beheizen. Meist sind sie jedoch alle über eine elektronische Steuerung automatisiert heizbar und damit lange nicht so arbeitsintensiv wie beispielsweise ein normaler Holzofen.

Was ist bei der Lagerung von Holzpellets zu beachten?

Obwohl Holzpellets nicht nur einfach zu transportieren sind (in Säcken oder lose), sich gut verschütten oder ansaugen und sich ohne Probleme lagern lassen, sollte bei der Lagerung größerer Mengen auf jeden Fall für eine genügende Belüftung des Lagerraumes gesorgt werden.

Abbauprodukte wie Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe können entstehen und sich in geschlossenen Räumen anreichern, was zu schweren Vergiftungen führen kann. Und da, zum Beispiel beim Einbringen in den Lagerraum, Staub entsteht der brennbar ist und zu Staubexplosionen führen kann, ist auch hier Vorsicht geboten. Dies sind zwar Einzelfälle unter ungünstigen Bedingungen, deren Beachtung trotzdem notwendig ist.

Ansonsten lassen sich die trockenen, leichten Pellets wunderbar lagern und nehmen im Gegensatz zu Scheitholz wesentlich weniger Platz weg.

Bitte keine Pellets aus Tropenholz

Leider werden auch Pellets aus Tropenholz angeboten. Diese sollten aus Gründen des Umweltschutzes nicht verwendet werden, denn es ist durchaus möglich, dass für die Herstellung dieser Pellets Regenwälder gerodet werden, was für unser Klima, wie bekannt sein dürfte, keinesfalls akzeptiert werden darf.

Große Sicherheit durch Kontrollen

Da Holzpellets unter die Festbrennstoffe fallen, werden entsprechende Regelungen über deren Zusammensetzung und Sicherheit in den Brennstoffverordnungen bis hin zur EU-Zertifizierung genau vorgeschrieben und geprüft. Es gibt DIN- und Qualitätsnormen, Zertifikate und Kontrollen, so dass Reinheit und Sicherheit der Holzpellets gewährleistet ist.

Doch leider gibt es auch bei den Pellets Qualitätsunterschiede, so dass beim Kauf einer vertrauenswürdigen Quelle der Vorzug gegeben werden sollte. Bei den Normen wird beispielsweise auf Inhalte, Durchmesser und Länge, Heizwert, Energie-, Schütt- und Materialdichte, Wassergehalt und Ascherückstände geachtet.

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Das Heizen mit Holzpellets wird immer attraktiver und da sie einen hohen Brennwert und zudem eine super CO2-Bilanz vorweisen können, sind die kleinen umweltfreundlichen Holzwürmchen eine gute Alternative zu endlichen Heizmaterialien wie Öl oder Gas.

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